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Pasewalk
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Pasewalk [ËpaËzÉvalk] ist eine amtsfreie Kleinstadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist Verwaltungssitz des Amtes Uecker-Randow-Tal fĂźr 15 umliegende Gemeinden und eines der 18 Mittelzentren des Landes.
Wegen des geschichtsträchtigen KĂźrassier-Regiments âKĂśniginâ (Pommersches) Nr. 2 trägt die Stadt auch den Namen âKĂźrassierstadt Pasewalkâ.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Stadtgliederung
⢠Nachbargemeinden
⢠Geschichte
⢠1900 bis 1945
⢠1945 bis 1990
⢠1990 bis heute
⢠BevÜlkerung
⢠Politik
⢠Stadtvertretung
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Flagge
⢠Dienstsiegel
⢠Partnerstädte
⢠Bauwerke
⢠Parkanlagen
⢠Kultur
⢠Musik
⢠Unternehmen
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Sport
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Pasewalk liegt am Ostufer der mittleren Uecker zwischen UeckermĂźnder Heide im Norden und Uckermark im SĂźden. 20 Kilometer Ăśstlich von Pasewalk befinden sich Bahn- und StraĂengrenzĂźbergänge nach Polen. Vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren mĂźndete an dieser Stelle das Urstromtal, in dem die Uecker heute flieĂt, in den Haffstausee ein.
Sßdlich Pasewalks liegt die fruchtbare kuppige uckermärkische Grundmoränenlandschaft, nÜrdlich von Pasewalk ist auf den Sanden, die von den Schmelzwassern des Ueckerurstromtales abgelagert worden sind, die Ueckermßnder Heide entstanden. An der Uecker befinden sich ausgedehnte Wiesengebiete.
Stadtgliederung
Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Viereck, Krugsdorf, Zerrenthin, Polzow, Fahrenwalde, Rollwitz, Papendorf, SchĂśnwalde und Jatznick.
Geschichte
Von der StadtgrĂźndung bis zum DreiĂigjährigen Krieg
Der Verfasser des Jahrbuchs des Klosters Pegau (âPegauer Annalenâ) berichtet in der Familiensage des Grafen Wiprecht des Ălteren von Groitzsch von einer âBurg Posduwlc im Pommernlandeâ, die dem Zusammenhang nach offenbar bereits im 11. Jahrhundert bestanden hat. In den Urkunden des Mittelalters lautet die Schreibweise des Namens u. a. âPozdewolkâ (1177, 1178, 1216), âPosduwolcâ (1195), âPozwolcâ (1241), âPoswalcâ (1260, 1322) und âPoswalkâ (1260, 1276, 1355).
Der Name der Stadt setzt sich zusammen aus den Silben âPozâ (slawisch fĂźr Ringwall im Sinne einer Landschaftsbezeichnung) und âwolcâ (Wolf) und steht demnach fĂźr âStadt des Wolfesâ, offenbar Bezug nehmend auf den dänischen FĂźrsten Jarl Wolf, der um 1000 in diesem Gebiet eine Herrschaft gegrĂźndet hatte, später aber vertrieben worden sein soll.cite-ref-3[3] Die Schreibweise âPasewalkâ taucht in den Urkunden erstmals 1240 auf. Die erste urkundliche Erwähnung als Stadt (âcivitasâ) stammt aus dem Jahre 1276, allerdings gilt als sicher, dass Pasewalk das Stadtrecht schon frĂźher, vermutlich kurz nach 1250 erhalten hat.
Pasewalk gehĂśrte von jeher zu Pommern, war aber stets ein Spielball der territorialen Interessen der pommerschen HerzĂśge und der brandenburgischen Markgrafen, sodass die Herrschaft mehrmals wechselte. Im Jahr 1250, nach dem Vertrag von Landin, kam Pasewalk unter brandenburgische Herrschaft und wurde 1354 von den Pommern zurĂźckerworben.
Der mittelalterliche Stadtkern bildete eine Ellipse und bestand aus der von Wenden gegrĂźndeten Unterstadt mit der Nikolaikirche (1176 erwähnt) sowie einer sich daran anschlieĂenden neueren, von deutschen Siedlern gegrĂźndeten Oberstadt mit der Marienkirche. Bereits 1192 wurden ihr durch den brandenburgischen Markgrafen Otto II. weitreichende Handelsrechte verliehen.
Mit der Schaffung einer Stadtbefestigung erreichte die bauliche Entwicklung der Stadt im 14. Jahrhundert vorläufig ihren Abschluss, da die ständigen Kriege eine Ansiedlung auĂerhalb der Stadtmauer nicht gestatteten. Die Einwohner lebten im Mittelalter in erster Linie von Landwirtschaft und Brauerei (Herstellung von Bier unter dem Namen âPasenelleâ, schon 1385 weithin bekannt) sowie dem Handel mit diesen Erzeugnissen. Als einzige einst uckermärkische Stadt war sie Mitglied der Hanse und trat nach schweren inneren Unruhen 1535 zur lutherischen Lehre Ăźber.cite-ref-4[4]
Während des DreiĂigjährigen Krieges wurde Pasewalk, das sich schon bald nach der Landung der schwedischen Eingreifarmee in Deutschland unter deren Schutz gestellt hatte, im September 1630 von kaiserlichen Truppen unter dem Befehl von Hans GĂśtze drei Tage lang gebrandschatzt und nahezu komplett zerstĂśrt (âPasewalker Blutbadâ).cite-ref-5[5] Die schwedische Garnison, nur zwischen 150 und 300 Mann stark, hatte sich als zahlenmäĂig viel zu schwach erwiesen, um die weitläufige mittelalterliche Stadtbefestigung ausreichend zu besetzen und wurde von den rund 3000 Mann zählenden Angreifern bis auf den letzten Mann niedergemacht.cite-ref-6[6] Mit dem Westfälischen Frieden 1648 wurde die Stadt Schwedisch-Pommern zugeordnet.
Unter preuĂischer Herrschaft
Nach dem Nordischen Krieg kam die Stadt 1720 zu PreuĂen und gehĂśrte von 1815 bis 1945 zur Provinz Pommern.
Der preuĂische KĂśnig Friedrich Wilhelm I. fĂśrderte nach 1720 den Wiederaufbau der nach dem DreiĂigjährigen Krieg und mehreren Stadtbränden noch teilzerstĂśrten Stadt, indem er z. B. Bauholz aus den kĂśniglichen Forsten zur VerfĂźgung stellte. AuĂerdem verlegte er das Ansbach-Bayreuth-Dragonerregiment, aus dem später das KĂźrassier-Regiment âKĂśniginâ (Pommersches) Nr. 2 hervorging, in die Stadt (1721). Das Regiment diente nicht nur dem Schutz des im Westfälischen Frieden zugesprochenen neuen Territoriums, sondern bildete fortan auch einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor fĂźr die Stadt. Das Regiment genoss in PreuĂen ein hohes Ansehen, nachdem es 1745 während des Zweiten Schlesischen Krieges bei Hohenfriedeberg einen vorentscheidenden Sieg gegen Ăsterreich errungen hatte. Die hohe Wertschätzung kam dadurch zum Ausdruck, dass die jeweilige preuĂische KĂśnigin Chefin des Regiments war. Von 1795 bis 1806 diente Ferdinand von Schill, der in der GrĂźnstraĂe 17 wohnte, als junger Leutnant in diesem Regiment. Ab 1882 wurde am Stadtrand eine groĂzĂźgige Kasernenanlage als Backsteinbau errichtet (heute Landratsamt), so dass die bis dahin bestehende âEinquartierungâ von Soldaten in die Wohnungen der Einwohner aufhĂśrte.
Ebenfalls um 1720 kam es auf Betreiben des preuĂischen KĂśnigs zur Ansiedlung von Hugenotten, die zahlreiche neue Gewerbe einfĂźhrten und damit fĂźr eine Belebung des noch vom DreiĂigjährigen Krieg zerstĂśrten Landstrichs sorgten. Besondere Bedeutung hatte der bis dahin in der Region noch unbekannte Tabakanbau. Pasewalk entwickelte sich im 18. Jahrhundert zum Hauptumschlagplatz fĂźr uckermärkischen Rohtabak.
Seit 1812 setzte eine jĂźdische Zuwanderung aus dem Osten ein, bis etwa 1855 waren es mehr als 300 Personen jĂźdischen Glaubens. 1834 erbaute die jĂźdische Gemeinde auf dem Hof ihres GrundstĂźcks in der GrabenstraĂe eine Synagoge (Einweihung 23. Oktober 1834). Die Gemeinde zählte zu dieser Zeit 135 Personen. Hinzu kam ein jĂźdischer Friedhof, der heute noch mit einigen Grabsteinen existiert. Ein bedeutender jĂźdischer Unternehmer war Paul Behrendt (â 1939), der in Pasewalk eine groĂe EisengieĂerei betrieb (z. B. Kanaldeckel).
18. und 19. Jahrhundert
BegĂźnstigt durch die vorangegangenen Reformen des preuĂischen Staates setzte im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ein allmählicher wirtschaftlicher Aufschwung ein, der mit einem deutlichen BevĂślkerungsanstieg einherging.
Ein wesentlicher Impuls fĂźr die wirtschaftliche Belebung ging von dem Umstand aus, dass ab 1825 die Postlinie Berlin â Stralsund in Pasewalk nach Stettin abzweigte (bis dahin von dem nĂśrdlicher gelegenen UeckermĂźnde aus), sodass die Stadt zu einem Verkehrsknotenpunkt wurde. Erhebliche Erleichterungen fĂźr den Handelsverkehr brachte der Ausbau der LandstraĂen PasewalkâStettin ab 1829, PasewalkâAnklamâDemminâGreifswaldâStralsund ab 1832 und PasewalkâPrenzlau ab 1834.
Auf Betreiben der pommerschen Provinzialregierung kam es 1835 zur Grßndung der städtischen Sparkasse. 1838 wurde eine Armen- und Beschäftigungsanstalt gegrßndet, aus der später das städtische Krankenhaus hervorging.
Die bĂźrgerliche Revolution 1848 begleiteten die Einwohner mit Volksversammlungen und VereinsgrĂźndungen. Es bildeten sich der konservative âKonstitutionelle Vereinâ, der in treuer Gesinnung fĂźr KĂśnig und Vaterland nur geringfĂźgige Korrekturen zulassen wollte und vornehmlich aus Handwerkern, AckerbĂźrgern, Geistlichen sowie ehemaligen Soldaten bestand. Die BefĂźrworter der Bewegung grĂźndeten den liberal-demokratischen âPolitischen Vereinâ, der seine Anhänger vor allem unter Kaufleuten und Beamten fand.
1863 erhielt Pasewalk Anschluss an die Strecke AngermĂźndeâAnklam der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft. Nach Schaffung der Bahnverbindung StettinâNeubrandenburg 1863/67 stieg der Ort zu einem Eisenbahnknotenpunkt auf, wodurch die einheimische Wirtschaft weitere Impulse erhielt. 1853 wurde die StraĂenbeleuchtung eingefĂźhrt, um 1855 erhielt Pasewalk eine Telegraphenanstalt, 1864 erteilte die Stadt die Konzession zur Errichtung einer privaten Gasanstalt, die 1904 vertragsgemäà in städtisches Eigentum Ăźberging.
Im Jahre 1870 erfolgte die Grßndung des Vaterländischen Frauenvereins, einer der ersten von einer Vielzahl gleichnamiger Vereine in ganz Deutschland und der älteste in Pommern, in dem sich in erster Linie die Ehefrauen und TÜchter der gutsituierten Offiziers- und Beamtenfamilien um soziale Belange kßmmerten (Vorläufer des Deutschen Roten Kreuzes).
Zum Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Stadt nicht nur optisch durch eine Vielzahl von Neubauten auĂerhalb der historischen Stadtbegrenzung, sondern auch in ihrem sozialen GefĂźge. War Pasewalk bis dahin vor allem eine Stadt der AckerbĂźrger, gaben nun Handwerk und Gewerbe, Beamte und Kaufleute der Stadt das Gepräge. Tabak-, Stärke- und Kartoffelflockenfabriken sowie der Holzhandel prägten das Bild. Auch der Bahnhof mit einem bedeutenden GĂźterumschlag bildete einen Wirtschaftsfaktor. VorĂźbergehend hatte auch die Ueckerschiffahrt Bedeutung, mit der vor allem Mauersteine aus den Ziegeleien im nĂśrdlichen Kreis UeckermĂźnde verschifft und am Bahnhof Pasewalk umgeschlagen wurden.
1900 bis 1945
Um 1900 Ăźberschritt die Einwohnerzahl der Stadt erstmals die Grenze von 10.000 (1827: 4.869) und stieg bis 1939 auf rund 12.500 an. Im Jahr 1905 wurde sowohl das Gebäude des heutigen Amtsgerichts Pasewalk als auch das des heutigen Oskar-Picht-Gymnasiums in der GrĂźnstraĂe fertiggestellt und ihrer jeweiligen, bis heute noch bestehenden, Nutzung Ăźbergeben. Im Ersten Weltkrieg verloren 310 Pasewalker ihr Leben auf den Schlachtfeldern. Nach einer Senfgasverletzung mit kurzzeitiger Erblindung wurde im Oktober 1918 der spätere Reichskanzler Adolf Hitler als 29-jähriger Gefreiter in ein Reservelazarett in Pasewalk verlegt, wo er die Kapitulation Deutschlands erlebte. Auf der Grundlage eines auf unsicherer Beweislage basierenden amerikanischen Geheimdienstberichtes von 1943 entstand die These, dass Hitlers SehstĂśrung mit auffälligen psychischen Reaktionen einhergegangen sei, sodass er in Pasewalk dem Chefpsychiater Edmund Forster vorgestellt worden sei (siehe dazu den Artikel Adolf Hitlers Psychopathographie). Hitler selbst verbreitete in seinem Buch Mein Kampf die Legende, die Nachricht von der Revolution habe ihn bewogen, eine Rolle in der Politik zu Ăźbernehmen (âIch aber beschloĂ, Politiker zu werdenâ). Neueren Forschungen zufolge wollte Hitler die Tage in Pasewalk eher nachträglich zu einer Art âpseudoreligiĂśsem Erweckungserlebnisâcite-ref-7[7] stilisieren.
Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde das KĂźrassier-Regiment im Zuge des Versailler Vertrags 1919 aufgelĂśst. Pasewalk verlor dadurch einen Teil seiner Garnison, anstelle der KĂźrassiere beherbergte es seitdem drei Schwadronen des Reichswehr-Reiterregiments Nr. 6.
Elektrizität hielt in Pasewalk erst nach 1918 Einzug. Kanalisation und Wasserleitung wurden 1926 geschaffen. Vor den Toren der Stadt lieà der später zum Ehrenbßrger ernannte Kommerzienrat Emil Krßger einen Stadtpark anlegen.
Zwischen den Weltkriegen bildete Pasewalk einen Umschlagplatz im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten aus den benachbarten DĂśrfern des Kreises UeckermĂźnde und der Uckermark. Fabriken fĂźr landwirtschaftliche Maschinen, EisengieĂereien und eine leistungsfähige, modern eingerichtete MĂźhle prägten das Gesicht der Stadt.
Horst Wessel beschrieb in seiner Autobiographie Politika eine âPropagandafahrtâ der Sturmabteilung nach Pasewalk im Sommer 1928, die in ein Gefecht ausartete, bei der mehrere Polizisten verwundet wurden und fĂźr die er seinen ersten Eintrag ins Polizeiregister bekam.cite-ref-8[8]
1933 fasste der Nationalsozialismus in Pasewalk offiziell FuĂ. Während der Novemberpogrome 1938 kam es zum Brand der Synagoge und VerwĂźstung des jĂźdischen Friedhofes. Die meisten Juden verlieĂen Pasewalk unter diesem Druck. 1938 wurde das Reservelazarett zu einer âFĂźhrerweihestätteâ ausgestaltet.cite-ref-9[9] Am 12. Februar 1940 wurden die letzten verbliebenen Juden des gesamten Regierungsbezirks Stettin in Vernichtungslager im besetzten Polen deportiert.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt infolge der Offensive der Roten Armee am 25./26. April 1945 schwere ZerstĂśrungen. Das Stadtzentrum wurde dabei weitgehend vernichtet, die mittelalterliche Stadtbefestigung blieb jedoch â soweit noch vorhanden â erhalten.
1945 bis 1990
Die ersten Nachkriegsjahre dienten fast nur der EnttrĂźmmerung. Der Neuaufbau begann 1948. Bis 1955 entstanden 160 und von 1955 bis 1961 weitere 278 Neubauwohnungen. Ab 1961 begann auch in Pasewalk die GroĂblockbauweise (1962â1966: 803 Neubauwohnungen). Am SĂźdrand entstand 1957â1965 mit einem Kostenaufwand von 18 Millionen MDN ein neues Kreiskrankenhaus (heute Asklepios-Klinik).
Pasewalk kam nach Kriegsende zum Land Mecklenburg-Vorpommern und wurde 1950 Verwaltungssitz des neu geschaffenen Kreises Pasewalk. Im Zuge der AuflÜsung der Länder in der DDR 1952 wurde er Teil des Bezirkes Neubrandenburg.
Am 1. November 1989 erlebte Pasewalk erstmals einen Demonstrationszug mit anschlieĂender Kundgebung, in deren Mittelpunkt Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen stand. Die Kundgebung war unter der Regie der Kirche und des Neuen Forums organisiert worden. Danach fanden anfangs mehrmals wĂśchentlich Rathausgespräche statt, in denen sich SED-Funktionäre sowie Mitarbeiter der städtischen Verwaltung den Fragen und der Kritik der Einwohner stellen mussten.
1990 bis heute
Seit 1990 wieder zum neukonstituierten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gehĂśrig, war die Stadt 1994â2011 Verwaltungssitz des Landkreises Uecker-Randow. Seit der Kreisgebietsreform 2011 liegt Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Heute befindet sich hier eine AuĂenstelle der Kreisverwaltung dieses Landkreises.
Die Innenstadt wurde im Rahmen der StädtebaufÜrderung seit 1991 grundlegend saniert.
BevĂślkerung
Politik
Stadtvertretung
Die Stadtvertretung von Pasewalk besteht aufgrund der gesunkenen Einwohnerzahl der Stadt nur noch aus 21 Mitgliedern.cite-ref-22[22] Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 52,3 % zu folgendem Ergebnis:cite-ref-23[23]
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 [ 24 ] | Sitze 2019 | | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 41,7 % | 10 | | 34,1 % | 7 |
| AfD | â | â | | 22,8 % | 3 |
| BĂźrgerbĂźndnis fĂźr Pasewalk (BfP) | â | â | | 20,6 % | 4 |
| Miteinander fĂźr Pasewalk (MfP) | 13,9 % | 4 | | 11,7 % | 2 |
| SPD | 11,8 % | 3 | | 0 7,8 % | 2 |
| FĂźr unsere Heimatstadt (FuH) | â | â | | 0 3,0 % | 1 |
| Die Linke | 13,8 % | 3 | | â | â |
| NPD | 0 9,9 % | 3 | | â | â |
| Wir in Pasewalk (WiP) | 0 7,3 % | 2 | | â | â |
| Einzelbewerber Richard Baresel | 0 1,6 % | â | | â | â |
| Insgesamt | 100 % | 25 | | 100 % | 19 |
Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD fĂźnf Sitze. Da sie nur drei Kandidaten aufgestellt hatte, bleiben in der Stadtvertretung zwei Sitze unbesetzt.
Nach dem Landes- und Kommunalwahlgesetz fĂźr das Land Mecklenburg-Vorpommern (LKWG M-V) wird nach dem System einer Kombination von Verhältniswahl mit PersĂśnlichkeitselementen gewählt. Jeder Wahlberechtigte hat drei Stimmen, die er nur einer Partei/Person geben oder auf bis zu drei verteilen kann. Er kann seine Stimmen auf einen einzigen Bewerber âhäufenâ (kumulieren) oder beliebig auf mehrere Bewerber desselben Wahlvorschlages oder verschiedener Wahlvorschläge verteilen (panaschieren). Aus diesem Grund gibt es wesentlich mehr abgegebene Stimmen als Wähler.cite-ref-25[25]
Die Stadt Pasewalk gehĂśrt zu folgenden Wahlkreisen:
⢠Bundestagswahl Wahlkreis 16: Mecklenburgische Seenplatte I â Vorpommern-Greifswald II Bei der Bundestagswahl 2021 wurde Erik von Malottki (SPD) mit 24,8 % der gĂźltigen Stimmen gewählt.
⢠Landtagswahl Wahlkreis 36: Vorpommern-Greifswald V Bei der Landtagswahl 2021 wurde Bettina Martin (SPD) mit 30,6 % der gßltigen Stimmen gewählt.
⢠Kreistagswahl Wahlbereich 9 Amt Torgelow-Ferdinandshof â Stadt Pasewalk
BĂźrgermeister
Siehe auch
:
Liste der BĂźrgermeister von Pasewalk
⢠1990â1994: Heinz-Georg Eckleben (parteilos)
⢠1994â2002: Wilfried Sieber (CDU)
⢠2002â2013: Rainer Dambach (parteilos)
⢠seit 2022: Danny Rodewald (parteilos)
Wappen
Flagge
Die Flagge wurde von dem Berliner Peter Schulz gestaltet und am 23. Januar 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt.
Die Flagge besteht aus blauem Tuch. Es ist in der Mitte mit den Figuren des Stadtwappens belegt: mit der (2:1) abgerissenen gelb bewehrten, roten GreifenkÜpfen. Jede Figur nimmt zwei Fßnftel der HÜhe des Flaggentuchs ein. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur HÜhe wie 3:2.cite-ref-hs-31-0[31]
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Stadtwappen mit der Umschrift âSTADT PASEWALK * LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALDâ.cite-ref-hs-31-1[31]
Partnerstädte
SehenswĂźrdigkeiten und Kultur
Bauwerke
⢠Sankt-Nikolai-Kirche, evangelisch, älteste Kirche der Stadt, erstmals 1176 erwähnt, Kreuzkirche, ursprĂźnglich aus regelmäĂig geschichteten Granitquadern (im Unterbau noch teilweise erhalten), nach ZerstĂśrungen als gotischer Backsteinbau unter HinzufĂźgung der beiden KreuzflĂźgel wiederhergestellt, Nord- und SĂźdgiebel des Querschiffs durch Rautenmuster und Spitzbogen gestaltet, frĂźherer achteckiger Turmaufbau im April 1945 zerstĂśrt und durch ein einfaches Spitzdach ersetzt
⢠Sankt-Marien-Kirche, evangelisch, dreischiffige Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, nach dem Kunsthistoriker Franz Theodor Kugler âals eins der schĂśnsten Denkmäler des pommerschen Mittelalters zu erachtenâ, Teileinsturz und Sprengung des alten Kirchturms am 3. Dezember 1984, Wiederaufbau im Betonkernverfahren mit vereinfachter Kirchturmspitze vor 1989 begonnen und nach der Wende beendet (1994)
⢠Sankt-Otto-Kirche (katholisch), 1885 im neugotischen Stil erbaut
⢠Mittelalterliche Stadtbefestigung, noch bestehend aus Stadtmauer sowie zwei Mauertoren (Mßhlentor, Prenzlauer Tor) und zwei Tßrmen (Pulverturm, Kiek in de Mark als Wahrzeichen der Stadt), frßhere Gesamtlänge der Stadtmauer 2.488 Meter, ehemals mit vielen Wiekhäusern besetzt (letztes 1898 abgerissen), erhalten sind einige Teilstßcke, z. B. nahe der Marienkirche und am Mßhlentor. Im Prenzlauer Tor ist das städtische Museum untergebracht.
⢠Villa Knobelsdorff, denkmalgeschĂźtzt,cite-ref-32[32] diente im 19. und 20. Jahrhundert dem Standortältesten des KĂźrassier-Regiments âKĂśniginâ (Pommersches) Nr. 2 als Wohnsitz. Seinen Namen erhielt das als Kommandeurshaus errichtete Gebäude vom letzten Offizier von Knobelsdorff, der in dem Haus bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wohnte. Es wird seit 1996 als Hotel und Restaurant genutzt. An die Villa grenzt das Offizierskasino, das zwischen 1867 und 1869 fĂźr das KĂźrassier-Regiment entstand. Das Gebäude wurde 1951 und 1952 erweitert, ein Teil in den 1990er Jahren als Diskothek genutzt, es steht heute leer.
⢠JagdschlÜsschen, Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert, das den Pommerschen HerzÜgen als Jagdhaus diente. Vor dem Bau der Villa Knobelsdorff war es zeitweise Sitz des Kommandeurs. Es wird heute vom Superintendenten genutzt.
⢠Hospital St. Spiritus, wohl um 1300 begrßndet, rekonstruiertes Gebäude vom Anfang des 16. Jahrhunderts, als Altersheim genutzt. Die Stiftung errichtete 1851 einen Erweiterungsbau vor dem Prenzlauer Tor, das Rote Hospital im neuromanischen Stil.
⢠Elendenhaus nahe der Marienkirche, gewährte mittellosen Fremden kurzen Aufenthalt und Verpflegung, erbaut um 1400, 1563 als Spital aufgehoben
⢠Eisenbahnerlebniszentrum Lokschuppen Pomeraniacite-ref-33[33], ehemaliger Lokschuppen, heute Konferenz- und Erlebniszentrum mit einem Museum und Ausstellungen zur Geschichte der Eisenbahn in Pasewalk und der Entwicklung der Lokomotiv- und Eisenbahntechnik. Der Lokschuppen verfßgt ßber verschiedene Dampf- und Rangierlokomotiven sowie mehrere Reisezug- und Salonwagen aus dem ehemaligen DDR-Regierungszug
⢠Fernmeldeturm Pasewalk sßdÜstlich der Stadt
â Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Pasewalk
Denkmale und Gedenkstätten
⢠KĂźrassier-Denkmal in Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten der KĂśnigin-KĂźrassiere des KĂźrassier-Regiments âKĂśniginâ (Pommersches) Nr. 2 aus Pasewalk von 1922 an der Ecke Prenzlauer StraĂe/Oskar-Picht-StraĂe
⢠Gedenkstein fĂźr den Pasewalker Kaufmann und EhrenbĂźrger Emil KrĂźger (1861â1924), ursprĂźnglich von 1929, neu aufgestellt 2005, im von ihm 1913 initiierten, finanzierten und nach ihm benannten KrĂźgerpark beim Krankenhaus
⢠Denkmal fßr die Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Form eines frßhgeschichtlichen Hßnengrabes von 1932 auf einer AnhÜhe in den Anlagen bei den Sportplätzen beim Krankenhaus.cite-ref-politische-memoriale-34-0[34]
⢠Grabanlage fĂźr 325 deutsche Soldaten der Wehrmacht sowie fĂźr eine unbekannte Anzahl ziviler Opfer, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener unbekannter Nationalität mit einem groĂen Holzkreuz, zahlreichen symbolischen Grabkreuzen und einzelnen Namenstafeln auf dem Neuen Friedhof an der LĂścknitzer StraĂe
⢠Gedenkstätte âLeninhainâ von 1971 zwischen Fischer- und HauĂmannstraĂe sowie zwischen MĂźhlen- und BahnhofstraĂe. Der Ehrenhain, dessen Grundsteinlegung zum 100. Geburtstag Lenins im April 1970 erfolgte, umfasst eine Grabanlage fĂźr 21 Sowjetsoldaten, die in 13 Gräbern beigesetzt wurden sowie eine Friedenssäule, verbunden mit einer roten Gedenkwand mit Häftlingswinkel fĂźr die Opfer des Faschismus und einem Sowjetstern fĂźr die damaligen Machthaber und die deutsch-sowjetische Freundschaft. Eine ursprĂźnglich im Zentrum der im Oktober 1971 eingeweihten Anlage stehende Pyramide mit einem Sowjetstern auf der Spitze wurde nach 1990 entfernt. Die vor den Gräbern der Sowjetsoldaten ursprĂźnglich stehenden kleinen Obelisken mit Sowjetstern waren 1999 beschädigt worden und wurden dann ebenfalls entfernt.cite-ref-politische-memoriale-34-1[34]
⢠Gedenkstein zur Erinnerung an den beim Novemberpogrom 1938 geschändeten jĂźdischen Friedhof, um 1950 gegenĂźber dem Eingang zum zerstĂśrten jĂźdischen Friedhof Ăśstlich der LĂścknitzer StraĂe errichtet
⢠Gedenkstein fĂźr den verfolgten jĂźdischen Stadtrat Paul Behrendt (1860â1939) und seine Familie, 1956 auf dem ehemaligen Gelände seiner 1872 gegrĂźndeten Maschinenfabrik in der HauĂmannstraĂe errichtet
⢠Gedenktafel fĂźr die 1859 erbaute und 1938 beim Novemberpogrom zerstĂśrte Synagoge der jĂźdischen Gemeinde in der MarktstraĂe (seit 1988)
⢠Kßnstlergedenkstätte Paul Holz in Erinnerung an den Zeichner Paul Holz von 1996 im Museumsgarten beim Prenzlauer Tor
⢠TrĂźmmerkugel PasewalkâPoliceâPhoenix von 2009, Kunstwerk des schweizerisch-kanadischen InstallationskĂźnstlers Ernest Daetwyler. Er barg rund 30 Tonnen TrĂźmmer aus Gebäuden, die im Zweiten Weltkrieg in Pasewalk und Police zerstĂśrt wurden und schuf daraus eine begehbare Kugel mit einem Durchmesser von rund 5,5 Metern.
⢠Gedenkstele in Erinnerung an den in Pasewalk geborenen Marinearzt Erich Paulun, der 1899 das âTongji Hospital fĂźr Chinesenâ in Shanghai grĂźndete, 2011 vor dem Krankenhaus errichtet
Parkanlagen
⢠Park âMecklenburgâs Ruheâ, entstand zwischen 1865 und 1867 an der Stettiner Chaussee als erste GrĂźnanlage der Stadt in Form einer Promenade. 1934 wurde am Ăśstlichen Ende des Parks der âMecklenburg-Steinâ errichtet.
⢠Bßrgerpark, entstand 1898 als erster Park der Stadt an der Prenzlauer Chaussee und wurde 1913 durch den Krßgerpark erweitert. Die Parkanlage wird heute fßr Veranstaltungen genutzt.
⢠Ueckerpromenade, entstand auf Initiative des Pasewalker BĂźrgermeisters Eberhard Schmidt während seiner Amtszeit zwischen 1961 und 1974 als GrĂźnanlage entlang der Uecker zwischen Bahnhof- und MĂźhlenstraĂe
⢠KunstgARTen, fĂźnf Hektar groĂe Parkanlage, entstand 2005 im Zuge der landschaftlichen Gestaltung der Auenlandschaft entlang der Uecker an der BrĂźcke der UmgehungsstraĂe Ăźber die Uecker im Osten von Pasewalk. Mit Hilfe von Pflanzen und Blumen schaffen nationale und internationale KĂźnstler wie beispielsweise Ping Qiu, Jolanta Wagner oder Ines Diederich zeitgenĂśssische, vergängliche Kunst.
Kultur
⢠Kulturforum âHistorisches Uâ, Veranstaltungsstätte fĂźr Konzerte, Theater, TanzvorfĂźhrungen, Kabarett, Lesungen, Ausstellungen, Tagungen und Messen. Das Gebäude war einst Marstall der Pasewalker KĂśnigin-KĂźrassiere.
⢠Museum der Stadt Pasewalk im Prenzlauer Tor mit den thematischen Schwerpunkten Ur- und FrĂźhgeschichte zwischen Uecker und Randow, Stadtgeschichte, Garnisonsgeschichte und der grĂśĂten ausgestellten Sammlung zum pommerschen Zeichner Paul Holz
⢠Programmkino des Dachverbandes der kulturellen Kinos und Filmclubs, Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern, und des mobilen Kinos zur FÜrderung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Region
⢠Stadtbibliothek an der GrĂźnstraĂe 59
⢠Das Feuerwehrmuseum Pasewalk in der Torgelower StraĂe 33 stellt Pkw, Kleintransporter und Feuerwehrfahrzeuge aus. Es ist im Sommer sonntags geĂśffnet.cite-ref-35[35]
⢠Eisenbahnmuseum und Eventlocation Lokschuppen âPomeraniaâ Pasewalk
Musik
RegelmäĂige Veranstaltungen (Auswahl)
⢠Neujahrskonzert im Kulturforum âHistorisches Uâ
⢠Lindenbadtriathlon, Seifenkistenrennen und Maifeier sowie Schßtzenfest am 1. Mai
⢠Leistungsschau der Uecker-Randow-Region und Stadtfest im September
⢠Kßrassierjagd im Oktober
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
In der Stadt gibt es mit dem Kompetenzzentrum fßr Flugzeugentwicklung und Flugzeugbaucite-ref-38[38] sowie dem Flugzeugbauer REMOS AGcite-ref-39[39] eine mittelständische Umgebung fßr Technologien im Bereich der Luftfahrt.
Das Call-Center Sykes Enterprises Pasewalk GmbH & Co. KG ist mit etwa 750 Mitarbeitern (Stand: 2010) das grĂśĂte Unternehmen der Region im Dienstleistungsbereich.
Die Sparkasse Uecker-Randow hat ihren Sitz in Pasewalk.
Im Dezember 2021 kaufte die Birkenstock Group eine Fläche im Industriepark Berlin-Szczecin, um dort ein Werk zu errichten. Es soll bis zu 1000 Arbeitsplätze bieten.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]
Verkehr
In Pasewalk kreuzen sich die BundesstraĂen B 104 (NeubrandenburgâGrenzĂźbergang Linken) und B 109 (GreifswaldâPrenzlau). Die LandesstraĂe L 321 fĂźhrt von Pasewalk nach Torgelow.
Mit der Bundesautobahn 20 (RostockâDreieck Uckermark) ist Pasewalk Ăźber die acht bzw. sechs Kilometer entfernten Anschlussstellen Pasewalk-Nord und Pasewalk-SĂźd verbunden.
Im Bahnhof Pasewalk kreuzen sich die Strecken StralsundâBerlin und LĂźbeckâStettin(Szczecin). Hier halten IC/EC- und ICE-ZĂźge in Richtung Stralsund und Berlin. Der Bahnhof wird von Regional-Express-ZĂźgen der Relationen StralsundâBerlin und (nicht elektrifiziert) LĂźbeckâStettin(Szczecin) mit Abzweig nach UeckermĂźnde Stadthafen bedient.
Der Radfernweg BerlinâUsedom verläuft entlang der L 321 und der B 109 durch Pasewalk. Als Fernradwanderweg gehĂśrt er zum D-Routen-Netz, einem System von zwĂślf deutschlandweiten Radfernwegen, die im Rahmen des nationalen Radverkehrsplans das Radnetz Deutschlands bilden.cite-ref-44[44]
Der Flugplatz Pasewalk, der einzige Flugplatz in der Uecker-Randow-Region, befindet sich etwa drei Kilometer westlich des Stadtzentrums im Ortsteil Franzfelde.
Bildung
⢠Grundschule Mitte
⢠Grundschule Ueckertal
⢠Nikolaischule (evangelische Grundschule)
⢠Europaschule âArnold Zweigâ
Sport
⢠Lindenbad
⢠Pasewalker FuĂballverein
⢠SV Pommern Pasewalk (FuĂball)
⢠Pasewalker Handballverein von 1990
⢠Pasewalker Judosportverein
⢠Tischtennisverein Rotation Pasewalk
⢠Pasewalker Badmintonclub
⢠Pasewalker Radsportclub
⢠Pasewalker Pferdesportverein
⢠Einradfreunde
⢠Pasewalker Luftsportclub âDie Ueckerfalkenâ
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠1849: Otto Borchardt (Lebensdaten unbekannt), Stifter
⢠1854: Carl von StĂźlpnagel-Dargitz (1788â1875), Landrat des Kreises Prenzlau, fĂźr seine Verdienste um den Ausbau der LandstraĂen im nĂśrdlichen Kreis Uckermark und daraus resultierende wirtschaftliche Impulse fĂźr die Stadt Pasewalk
⢠1887: Moritz Engel (1806â1898), Arzt, fĂźr seine Verdienste als Armenarzt der Stadt Pasewalk
⢠1894: Theodor Bernhard HauĂmann (1817â1909), Kaufmann, fĂźr seine Verdienste als Wohltäter (umfangreiche Spenden und Vermächtnisse fĂźr seine Geburtsstadt)cite-ref-45[45]
⢠1895: Carl Kujack (1825â1897), BĂźrgermeister der Stadt von 1876 bis 1895
⢠1913: Emil KrĂźger (1861â1924), Kaufmann, Teilhaber der Zigarrenhandelskette KrĂźger & Oberdiek, fĂźr seine Verdienste als Wohltäter, u. a. die Schaffung des Stadtparks
⢠1933: Paul von Hindenburg (1847â1934), Reichspräsident
⢠2009: Eberhard Schmidt (1924â2010), BĂźrgermeister der Stadt von 1961 bis 1974, fĂźr seine Verdienste um die Gestaltung der Stadtcite-ref-46[46]
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Petrus Edeling (1522â1602), lutherischer Theologe
⢠Daniel LĂźdemann (1621â1677), lutherischer Theologe
⢠Johann Friedrich Tiede (1732â1795), evangelischer Theologe
⢠Johann Friedrich von SchĂźtz (1740â1798), Präsident der Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer
⢠Moritz Friedrich Wilhelm von Schwerin (1745â1829), preuĂischer Offizier und Landrat
⢠Johann Georg Kaltenbeck Subrector und Organist in Pasewalk (19. Mitglied von Mizlers Societät)
⢠Gotthilf Benjamin Keibel (1770â1835), preuĂischer Generalmajor
⢠Johann August Christian Dittmar (1778â1861), Uhrmacher in Sankt Petersburg
⢠Georg von StĂźlpnagel (1785â1862), preuĂischer Generalleutnant
⢠Otto von Zieten (1786â1850), preuĂischer Generalleutnant
⢠Friedrich von Kalckreuth (1790â1873), preuĂischer Schriftsteller und Dramatiker
⢠Wilhelm Hiller von Gaertringen (1809â1866), preuĂischer Generalleutnant
⢠Gustav Wilhelm Scharlau (1809â1861), Arzt, Leiter einer Wasserheilanstalt in Stettin
⢠Wilhelm von TĂźmpling (1809â1884), preuĂischer General
⢠Georg von Kameke (1817â1893), preuĂischer General und Kriegsminister
⢠Hermann von Kameke (1819â1889), preuĂischer General der Infanterie
⢠Wilhelm PĂśkel (1819â1897), klassischer Philologe und Gymnasiallehrer
⢠Hugo Lemcke (1835â1925), Historiker
⢠Emil Mannkopff (1836â1918), Internist und Hochschullehrer in Marburg
⢠Gustav Witte (1839â1888), Branddirektor der Berliner Feuerwehr
⢠Bogislav von Bonin (1842â1929), preuĂischer Politiker
⢠Claus von Heydebreck (1859â1935), preuĂischer Oberst und Politiker
⢠Erich Paulun (1862â1909), Marinearzt
⢠Franz Lemke (1862â1925), Konteradmiral (Ing.)
⢠Heinrich von Albedyll (1865â1942), preuĂischer Generalmajor
⢠Georg Mohnike (1868â1945), Tischlermeister, entwickelte die Schulwandtafel
⢠Oskar Picht (1871â1945), Erfinder einer Blindenschreibmaschine
⢠Krister von Albedyll (1876â1942), Offizier und Schriftsteller
⢠Paul Jahnke (1893â1951), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
⢠Walter von Soosten (1895â1945), SS-ObersturmfĂźhrer
⢠Gerhard Zeggert (1896â1977), Kirchenmusiker
⢠Friedel Behrendt (1897â1979), Politikerin
⢠Hans Ulrich von Borcke (1902â1944), Jurist, Landrat und Offizier
⢠Ludwig Zerbst (1906âunbekannt), Jurist, Politiker (NSDAP) und Landrat
⢠Annemarie SchrĂśppel (1908â1994), botanische Sammlerin und Heimatforscherincite-ref-47[47]
⢠Bruno MĂźller-Linow (1909â1997), Maler und Graphiker
⢠Gerd von Bonin (1911â1979), Kameramann
⢠Kurt Radeke (1924â2017), Schauspieler und Synchronsprecher
⢠Hans-Georg Krage (1928â2005), Motorbootrennfahrer
⢠Norbert Weinke (1929â1999), Maler und Grafiker
⢠Karl Heinz Deickert (1931â2007), Schauspieler und Regisseur
⢠Manfred Wulff (* 1933), Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer
⢠Karl-Heinz Rotte (1933â2021), Radiologe
⢠Margrit BrÜhan (* 1938), Kunsthistorikerin
⢠Erich Hamann (* 1944), FuĂballspieler
⢠Kuno Winn (* 1945), Politiker (FDP, CDU)
⢠Rainer Knaak (* 1953), Schachspieler
⢠Sabine Zimmermann (* 1960), Politikerin (BSW, frßher Die Linke)
⢠Kurt Witt (* 1962), Musiker, Trompeter, Produzent
⢠Silke Hasselmann (* 1965), Journalistin, aufgewachsen in Pasewalk
⢠Chris Gueffroy (1968â1989), Todesopfer an der Berliner Mauer
⢠Mario Tolkmitt (* 1970), FuĂballspieler
⢠Gerd Walther (* 1970), Politiker (Die Linke)
⢠Reiner Holznagel (* 1976), Präsident des Bundes der Steuerzahler
⢠David KÜckert (* 1979), Rechtsextremist
⢠Hanka Kliese (* 1980), Politikerin (SPD)
⢠Suzy Bartelt (* 1981), Musikerin, Gesangspädagogin und Chorleiterin
⢠Sookee (* 1983), Rapperin
⢠Patrick Dahlemann (* 1988), Politiker (SPD)
⢠Hagen Brosius (* 1988), Leichtathlet
Literatur
⢠Eduard Hellmuth Freyberg: Geschichte der Stadt Pasewalk von der ältesten bis auf die neuste Zeit. Pasewalk 1847.
⢠Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern AbriĂ ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865, S. 282â292; Textarchiv â Internet Archive.
⢠Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Teil II, Band I: Kreise Demmin, Anklam, Usedom-Wollin und UeckermĂźnde. Anklam 1865, S. 767â874 (Volltext in der Google-Buchsuche).
⢠Ernst Hßckstädt: Geschichte der Stadt Pasewalk von der ältesten bis auf die neueste Zeit. Pasewalk 1883. Reprint Pasewalk 1995.
⢠Carsten PlĂśtz: Pasewalk 1848â1945. Ein Jahrhundert vorpommerscher Stadtgeschichte. 1999 (Nachdruck 2005), ISBN 3-938525-01-0.
⢠Martin Zeiller: Passewalck. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 78â80 (Volltext [Wikisource]).
⢠Wilhelm Asmus: Pasewalk. Ein Denkhof fßr die Geschichte von Stadt und Land Pasewalk. Selbstverlag, Pasewalk 1928, urn:nbn:de:gbv:9-g-5276265.
Sekundärliteratur
⢠Adolf von Winterfeld: Geheimnisse einer kleinen Stadt. 1863 (Nachdruck 2000 mit dem Zusatz âEin Pasewalkromanâ)
⢠Wolfgang Brose et al.: Pasewalk. Eine vorpommersche Stadt. Bilder aus sieben Jahrzehnten. 1993.
⢠Egon Krßger, Wolfgang Wilhelmus: Pasewalk. In: Irene Diekmann (Hrsg.): Wegweiser durch das jßdische Mecklenburg-Vorpommern. Potsdam 1998, S. 167 ff.
⢠Egon KrĂźger: JĂźdisches Leben in Pasewalk â Familiengeschichten, Familienschicksale, Stolpersteine. 2009, ISBN 978-3-86863-022-0.
⢠Wolfgang Brose: Pasewalker PersÜnlichkeiten. Ein Handbuch. 2006.
⢠Robert Wendt: Meine Heimat. Bildband aus dem Kreise Pasewalk â UeckermĂźnde, 1958.
⢠Bernhard Horstmann: Hitler in Pasewalk. Die Hypnose und ihre Folgen. Droste, Dßsseldorf 2004, ISBN 978-3770041473.
Weblinks
Commons
: Pasewalk
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Pasewalk
â ReisefĂźhrer
⢠Literatur von und ßber Pasewalk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Offizielle Homepage Pasewalks
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-mv-11. Statistisches Amt M-V â BevĂślkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
cite-note-22. â Hauptsatzung der Stadt Pasewalk, § 13 (PDF)
cite-note-44. â Lieselott Enders: Die Uckermark. S. 72
cite-note-55. â âDenckwĂźrdiger Bericht der von Anfang der Welt nie unter den Christen erhĂśrten, grausamen, unmenschlichen, unchristlichen, uberwildtatarischen, Feuerbrennischen und MĂśrderischen That und Tyranney, so auĂ Teuffelischer BoĂheit in der Stadt Pasewalck in Pommern, an armen wehrlosen Hauffen, Geist- und Weltlichen Männern, Weibern, Jungfrauen und Kindern, von dem Antichristlichen GĂśtzendiener mit PlĂźnderung, Sodomitischer Unzucht, Feur und Schwerdt, den 7. 8. und 9. Septembris 1630 gantz jämmer- und erbärmlich ist verĂźbet und vollenzogen worden. Gedruckt im Jahr 1631â
cite-note-66. â Martin Wehrmann: Geschichte von Pommern. Band 2. Weltbild Verlag 1992, Reprint der Ausgaben von 1919 und 1921, ISBN 3-89350-112-6, S. 132. Anders Fryxell: Geschichte Gustav Adolphs, Leipzig 1852, S. 155â158, online. JĂśrg-Peter Findeisen: Gustav II. Adolf von Schweden: der Eroberer aus dem Norden. Katz, Gernsbach 2005, ISBN 3-938047-08-9, S. 181.
cite-note-88. â Daniel Siemens: Horst Wessel: Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten. Siedler Verlag, Juni 2010, abgerufen am 19. März 2014.
cite-note-pasewalk-khuhgb-s-40-49-102. Stadt Pasewalk (Hrsg.): Pasewalk. Kulturhistorische und Heimatgeschichtliche Beiträge. Pasewalk 1991, S. 40â49.
cite-note-kratz-staedtepommerns-282-292-113. Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern. Abriss ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Verlag A. Bath, Berlin 1865, S. 282â292; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-pl-tz-pasewalk-1848-1945-s-363-369-124. Carsten PlĂśtz: Pasewalk 1848â1945. Ein Jahrhundert vorpommerscher Stadtgeschichte. 1999 (Nachdruck 2005), ISBN 3-938525-01-0
cite-note-verwaltungsgeschichte-kreis-ueckerm-nde-135. Michael Rademacher: Landkreis UeckermĂźnde (UkermĂźnde). Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂźck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
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cite-note-3232. â Unterrichtung durch die Landesregierung: Bericht Ăźber die Erstellung der Denkmallisten sowie Ăźber die Verwaltungspraxis bei der Benachrichtigung der EigentĂźmer und Gemeinden sowie Ăźber die Handhabung von ĂnderungswĂźnschen (Stand: Juni 1997). (PDF; 933 kB) Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Drucksache 2/2880, 2. Wahlperiode 11. August 1997; Druckhaus Berlin-Mitte, Berlin 2005; abgerufen am 2. August 2014.
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cite-note-politische-memoriale-3434. â Wolf Karge, Hugo RĂźbesamen, Andreas Wagner (Hrsg.): Bestandsaufnahme Politischer Memoriale des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Projekt: âGedenkstättenarbeit in Mecklenburg-Vorpommernâ (Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern), Schwerin 1998, S. 590â593.
cite-note-3535. â Feuerwehrmuseum Pasewalk. In feuerwehr-pasewalk.de, abgerufen am 10. Dezember 2022.
cite-note-3636. â Kantorei Pasewalk
cite-note-3737. â Nikolai Pasewalk
cite-note-3838. â Kompetenzzentrum fĂźr Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau Pasewalk
cite-note-3939. â Remos AG Leichtflugzeuge Pasewalk (Memento vom 10. November 2014 im Internet Archive)
cite-note-4040. â Die Pommersche Zeitung. Nr. 37/2012, S. 2.
cite-note-4141. â Wirtschaft: Was wird aus Pasewalks groĂem Fleischbetrieb? | Nordkurier.de. 20. August 2019, abgerufen am 3. August 2020.
cite-note-4242. â ndr.de
cite-note-4343. â siehe auch faz.net: Mein Freund, der Baum, fiel im Abendrot
cite-note-4444. â Der BerlinâUsedom Radfernweg.
cite-note-4545. â HauĂmann, Theodor war als Holz-GroĂkaufmann und Reeder in Danzig tätig. Er kaufte in Russland Wälder auf, knĂźpfte Geschäftsbeziehungen zu deutschen, englischen und skandinavischen Werften. Pasewalk vermachte er die 1894 gegrĂźndete HauĂmann Stiftung. Quelle: Reinhard Thon Verlag Von Alban bis Zeltz Erfinder, Forscher, IndustriegrĂźnder 1. Auflage-Schwerin 1994, ISBN 3-928820-23-0, S. 12
cite-note-4646. â Eberhard Schmidt wird EhrenbĂźrger. (Memento vom 15. April 2014 im Internet Archive; PDF; 3,2 MB) In: Pasewalker Nachrichten. Unabhängiges amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Pasewalk, 19. Dezember 2009, S. 36â38.
cite-note-4747. â Annemarie SchrĂśppel. In: ZOBODAT.at. OĂ Landes-Kultur GmbH, abgerufen am 9. Juni 2025.